{"id":833,"date":"2020-12-04T15:28:39","date_gmt":"2020-12-04T15:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=833"},"modified":"2020-12-06T11:03:07","modified_gmt":"2020-12-06T11:03:07","slug":"massentoetung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=833","title":{"rendered":"Massent\u00f6tung"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Pressedienst ARIWA  19.11.2020, Berlin \/ Gnoien: In Mecklenburg-Vorpommern wurde die T\u00f6tung zehntausender H\u00fchner und Puten nach Infizierung mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 angeordnet, unter anderem auch im Bio-Legehennenbetrieb Gut N&#8230; .. Der Betrieb geh\u00f6rt zur Erzeugergemeinschaft N. &#8230; , einem der gr\u00f6\u00dften Bio-Eier-Produzenten Deutschlands. Nach aktuellen Verlautbarungen sollen nun 67.000 Hennen in diesem und einem Nachbarunternehmen get\u00f6tet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass so viele Tiere betroffen sind, liegt auch an der laxen Umsetzung der&nbsp;rechtlichen&nbsp;Vorgaben f\u00fcr die Maximalbetriebsgr\u00f6\u00dfe. Laut EG-\u00d6ko-Verordnung d\u00fcrfen Bio-Hennenst\u00e4lle maximal 3.000 Tiere fassen. In der Praxis werden jedoch riesige Hallen einfach in mehrere Stallabteile mit je 3.000 Tieren unterteilt \u2013 ohne vollst\u00e4ndige Trennung oder gar Abdichtung. Statt 3.000 Tiere in einem Abteil werden deshalb nun die Hennen in allen Abteilen einer Halle get\u00f6tet. \u201eDie T\u00f6tung von gesunden Tieren stellt dabei blinden Aktionismus dar, der ausschlie\u00dflich \u00f6konomisch motiviert ist: Einfuhrverbote f\u00fcr deutsches Gefl\u00fcgel in andere L\u00e4nder soll verhindert und die Konsument*innen sollen beruhigt werden\u201c, erkl\u00e4rt Sandra Franz, Pressesprecherin von Animal Rights Watch (ARIWA). \u201eDie Ausdehnung der Keulungen auf mehrere Hallen oder Standorte eines Betriebs ist v\u00f6llig absurd und zeugt von v\u00f6lliger Hilfslosigkeit und fehlender Achtung vor dem Leben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>System Tierindustrie ist Ursache f\u00fcr Epidemien<\/strong><br>ARIWA ver\u00f6ffentlichte 2012 Foto- und Videomaterial aus Gut  N &#8230;[1]. \u201eDie schlimmen Bilder von gestressten, mit Parasiten befallenen, kranken, halbnackten und sterbenden Hennen auf engstem Raum machen schnell klar, dass die Betriebe selbst einen willkommenen N\u00e4hrboden f\u00fcr alle m\u00f6glichen Krankheiten darstellen. Die typischen Haltungsbedingungen schw\u00e4chen die Tiere so sehr, dass sie einer Viruserkrankung nichts entgegensetzen k\u00f6nnen\u201c, so Franz weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ist es kein Wunder, dass die hochpathogenen, t\u00f6dlichen Keime erst in den industriellen Vogelst\u00e4llen selbst entstehen [2]. Aus diesen Anlagen gelangt das Virus \u2013 trotz erh\u00f6hter Hygienestandards, trotz Stallpflicht und der T\u00f6tung ganzer Herden, trotz des Verbots der Ausbringung von Kot \u2013 wieder ins Freie, wo seiner weiteren Verbreitung durch Kot auf den Feldern sowie durch Transporte von Tieren, Futter, Einstreu und Abfall T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet ist. \u201eDa die genauen Verbreitungswege gar nicht bekannt sind, k\u00f6nnen die Beh\u00f6rden keine geeigneten Ma\u00dfnahmen ergreifen, um das Problem zu l\u00f6sen\u201c, betont Sandra Franz. \u201eDeshalb konzentrieren sie sich auf das Management der Epidemie, das hei\u00dft auf Massent\u00f6tungen in den betroffenen Betrieben.&nbsp;Durch die Genehmigung von immer gr\u00f6\u00dferen Tieranlagen, auch im Bio-Bereich, erh\u00f6ht sich zudem nicht nur zwangsl\u00e4ufig die Zahl der betroffenen Tiere im Fall eines Infektionsgeschehens, sondern auch das Infektionsrisiko an sich. Im Interesse einer m\u00f6glichst kosteng\u00fcnstigen Tierproduktion wird beides aber wissentlich in Kauf genommen \u2013 auf Kosten der Tiere und unter Gef\u00e4hrdung des \u00f6ffentlichen Gesundheitsschutzes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Leben von Menschen und Tieren wird gef\u00e4hrdet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe steigt auch die Gefahr von Zoonosen, also der Krankheits\u00fcbertragung von Tieren auf Menschen. Besonders gef\u00e4hrdet sind zudem Wildv\u00f6gel, darunter auch seltene Arten. \u201eCOVID-19 zeigt ganz akut, dass die Gefahr von Pandemien eng mit dem System Tierindustrie verbunden ist\u201c, so Sandra Franz. Denn nicht nur bei COVID-19 wird der Ursprung auf einem Tier- und Fleischmarkt vermutet. Wissenschaftliche Studien zeigen seit Jahrzehnten, dass drei Viertel aller neuen Krankheitserreger von Tieren stammen. Als Hauptursachen gelten zum einen die fortschreitende Zerst\u00f6rung der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume von Wildtieren, die Menschen in Kontakt mit neuen Tierpopulationen bringt, zum anderen die weltweite \u201eNutztierhaltung\u201c, insbesondere in ihrer heute verbreiteten industriellen Form.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Stopp von Epidemien aus der Tierhaltung sowie der Schutz von Mensch und Tier k\u00f6nnen unter Beibehaltung der kommerziellen Tierhaltung schlicht nicht gew\u00e4hrleistet werden. Das Pulverfass Tierindustrie l\u00e4sst sich nur entsch\u00e4rfen, indem es stillgelegt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>[1]:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/animalrightswatch\/albums\/72157694202119334\">https:\/\/www.flickr.com\/photos\/animalrightswatch\/albums\/72157694202119334<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[2]:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.openagrar.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/openagrar_derivate_00001162\/FLI-Information_Herkunft-Verbreitung-H5N8_2016-12-21.pdf\">https:\/\/www.openagrar.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/openagrar_derivate_00001162\/FLI-Information_Herkunft-Verbreitung-H5N8_2016-12-21.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sandra Franz, Tel.: 01577-6633353, E-Mail:&nbsp;<a href=\"mailto:presse@ariwa.org\">presse@ariwa.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Animal Rights Watch e.V. (<a href=\"http:\/\/www.ariwa.org\/\">ARIWA<\/a>) ist eine gemeinn\u00fctzige Tierrechtsorganisation. ARIWA deckt die Zust\u00e4nde in der Tierindustrie auf und f\u00f6rdert eine tierfreundliche, vegane Lebensweise. Bundesweite Bekanntheit erlangte ARIWA durch die Ver\u00f6ffentlichung von Recherchen in Bio-Betrieben und Schweinezuchtanlagen und durch die Ausrichtung der&nbsp;\u201eVegan Street Days\u201c in Stuttgart und Dortmund. Zahlreiche politische TV-Magazine sowie viele Print- und Onlinemedien nutzen regelm\u00e4\u00dfig von ARIWA zur Verf\u00fcgung gestelltes Bildmaterial.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressedienst ARIWA 19.11.2020, Berlin \/ Gnoien: In Mecklenburg-Vorpommern wurde die T\u00f6tung zehntausender H\u00fchner und Puten nach Infizierung mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 angeordnet, unter anderem auch im Bio-Legehennenbetrieb Gut N&#8230; .. Der Betrieb geh\u00f6rt zur Erzeugergemeinschaft N. &#8230; , einem der gr\u00f6\u00dften Bio-Eier-Produzenten Deutschlands. 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