{"id":171,"date":"2018-03-22T17:19:28","date_gmt":"2018-03-22T15:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umsvieh.at\/?p=171"},"modified":"2018-03-22T17:19:28","modified_gmt":"2018-03-22T15:19:28","slug":"der-wolf-ein-krebsgeschwuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=171","title":{"rendered":"Der Wolf &#8211; ein Krebsgeschw\u00fcr ??"},"content":{"rendered":"<p>Der Wolf d\u00fcrfe nicht zum Krebsgeschw\u00fcr f\u00fcr die heimische Landwirtschaft werden,\u00a0 so der Alminspektor vor ein paar Wochen in der Tagung der steirischen Almbauern; Worte den Bauern aus der Seele gesprochen\u00a0 (laut Kleine Zeitung, Graz). Der ORF hat letzten Sonntag auch Salzburger Ziegenbauern reden lassen, fast ein Novum: <a href=\"http:\/\/tvthek.orf.at\/profile\/Erlebnis-Oesterreich\/1200\/Erlebnis-Oesterreich-Der-Wolf-kommt-zurueck\/13970239\">http:\/\/tvthek.orf.at\/profile\/Erlebnis-Oesterreich\/1200\/Erlebnis-Oesterreich-Der-Wolf-kommt-zurueck\/13970239\u00a0 <\/a>(noch bis 24.3.). Interessant die zahlreichen Postings zur Zeitungsmeldung: etwa drei Viertel f\u00fcr den Wolf. Interessant auch,<!--more--><br \/>\nim Vorjahr ein Bericht\u00a0 des Wolfsbeauftragten des Bundesheeres zum danals noch kleineren\u00a0 Wolfsrudel auf dem Truppem\u00fcbunmgsplatz Allentsteig \/fr\u00fcher D\u00f6llersheim\u00a0 im n\u00f6rdlichen Waldviertel . (Der\u00a0 war bekanntlich im Gedenkjahr 1938 von Adolf Hitler brutal geschaffen und dann von unserer Bundesregierung \u00fcbernommen worden). Ein erwachsener Wolf brauche j\u00e4hrlich etwa 1.400 bis 1.500 kg Beute, das mache f\u00fcr ein neunk\u00f6pfiges Rudel 13.000 kg; das entspreche rund 900 Rehen.<br \/>\n(Der Bedarf des jetzt gr\u00f6\u00dferen Rudels wird mit 20 t j\u00e4hrlich beziffert). Im Schnitt ben\u00f6tige ein Rudel ein Revier von rund 250 km2\u00a0 (der T\u00dcPl\u00a0 mi\u00dft rund 157 km2). Die Auswirkungen auf den dortigen Wildbestand: die ca. 150 bis 200 Tiere gro\u00dfe Mufflonherde sei bald<br \/>\naufgefressen worden (Anm. Muflons geh\u00f6ren nicht in diese Landschaft), die Rehe bald reduziert und vertrieben , der Rotwildbestand von \u00fcber 1000 Tieren sei um etwa 200 vermindert\/ zeitweise verspeisten die W\u00f6lfe t\u00e4glich eineinhalb Hirschk\u00e4lber. Weidetiere in e Umgebung wurden bisher nur wenige gerissen. Zeitungsberichten nach zeigen die W\u00f6lfe<br \/>\nim Umland wenig Scheu. Wolfsnachweise gibt es bis in den Bezirk G\u00e4nserndorf.<br \/>\n\u00d6sterreichweit sind Wolfsrissen an Weidetieren scchon aus fast allen Bundesl\u00e4ndern bekannt, mal mehr mal wenige.<br \/>\nMenschenopfer gibt es dagegen in Mittel- und Westeuropa kaum (allerdings bis vor kurzem auch kaum W\u00f6lfe): in Spanien\u00a0 wurden vor rund einem halben Jahrhundert ein paar Mal Kinder angefallen, in Deutschland tum\u00a0 1970 ein kleimer Bub von einem entlaufenen Wolf get\u00f6tet. Anders in Indien: 273 get\u00f6tete Kinder in drei Bundesstaaten\u00a0 von 1980 bis 2000. W\u00f6lfe drangen dort in Bauernh\u00fctten und raubten Kleinstkinder (DIE ZEIT, Hamburg).. Nicht umsonst warnen die Beh\u00f6rden von Alaska, in Wolfsgebieten Kinder allein an Bus-Jaltestellen warten oder \u00fcberhaupt allein drau\u00dfen spielen zu lassen und empfehlen, Hunde nachts einzusperren, damit sie nicht von durch die Siedlungen streifenden W\u00f6lfen gefressen werden.<br \/>\nDie Gro\u00dfraubtiere wurden bei uns i.w. vor mehr als 200 Jahren \u00fcber Anordnung Kaiser Josef II. ausgerottet, ihren totalen Schutz haben wir\u00a0 mit dem Beitritt zur EU(EG) \u00fcbernommen. Die politischen Agrarreferenten aller Bundesl\u00e4nder haben vor kurzem die Regulierung\u00a0 der Wolfpopulation gefordert und auf das Beispiel S\u00fcdtirol verwiesen.<br \/>\nF\u00fcr und Wider des Wolfschutzes wurde schon oft wiedergekaut.\u00a0 (Das Argument, weil einst hier heimisch Anspruch auf Wiederkehr gegen das Argument, die Zeit lasse sich nicht zur\u00fcckdrehen, l\u00e4ngst Vergangenes\u00a0 sich ohne Chaos zu bewirken,nicht wieder herstellen; man denke nur an die vielmillionenfachen V\u00f6lkervertreibungen im 20.Jahhrundert;\u00a0 \u2013 das Argument Schutzz\u00e4une und Herdenhunde gegen nicht ausreichend und unwirtschaftlich\u00a0 \u2013\u00a0 das nicht unbestrittene Ergebnis fl\u00e4chendeckender Wolfsbesiedelung:<br \/>\nWeidetiere zur\u00fcck in die Massenst\u00e4lle, Verwaldung der Almen, keine Schonzeit mehr f\u00fcr Hirsch, Reh und ihre Kitze, Waldverbot fur Menschenkinder, der wald den Schwammerlsucherinnen verleidet.<br \/>\nSoweit ein Situationsbericht,\u00a0 Sei dem wie immer, ein R\u00e4tsel bleibt:<br \/>\nDie zahlreichen Medien\u00e4u\u00dferungen zeigen : Viele tierfreundlich gesinnten Menschen scheinen den gro\u00dfen Wolf lieber zu haben als\u00a0 das kleine Reh oder das kleine Lamm. Warum wohl?<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<em>Erwin Lauppert<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wolf d\u00fcrfe nicht zum Krebsgeschw\u00fcr f\u00fcr die heimische Landwirtschaft werden,\u00a0 so der Alminspektor vor ein paar Wochen in der Tagung der steirischen Almbauern; Worte den Bauern aus der Seele gesprochen\u00a0 (laut Kleine Zeitung, Graz). Der ORF hat letzten Sonntag auch Salzburger Ziegenbauern reden lassen, fast ein Novum: http:\/\/tvthek.orf.at\/profile\/Erlebnis-Oesterreich\/1200\/Erlebnis-Oesterreich-Der-Wolf-kommt-zurueck\/13970239\u00a0 (noch bis 24.3.). 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