{"id":111,"date":"2017-11-08T18:30:35","date_gmt":"2017-11-08T16:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.umsvieh.at\/?p=111"},"modified":"2019-07-05T11:09:19","modified_gmt":"2019-07-05T11:09:19","slug":"11-november-martini-teilen-oder-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=111","title":{"rendered":"11. November \u2013 Martini: \u2013 teilen oder essen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn Ganslbraten, dann bitte von Freilandg\u00e4nsen<\/strong><br \/>\nDer 11.November, Martini, das Namensfest des Heiligen Martin, ist nach alter Tradition der Tag des \u201eGanslessens\u201c. Martin wurde allerdings nicht des G\u00e4nse -Essens wegen verehrt, sondern weil er das Wenige, das er besa\u00df, mit Armen teilte. Warum nicht es ihm nachmachen? \u00dcberhaupt wenn wir wissen, wie grauslich die G\u00e4nsemast heutzutage meist ist.<!--more--><br \/>\nZur G\u00e4nsemast: Freilandhaltung ist gibt es nur f\u00fcr eine Minderheit. Gegen 80 % der hier gegessenen V\u00f6gel werden aus dem Ausland importiert, aus L\u00e4ndern mit niedrigem Tierschutzstandard. Auf engstem Raum unnat\u00fcrlich ohne ausreichende Bewegungsm\u00f6glichkeit in Massen gehalten, Hochleistungszucht zur raschesten Gewichtszunahme mit all den schmerzlichen Folgen, Entz\u00fcndungen, Knochenbr\u00fcche, Atemnot, etc. Die Mastdauer, bei Freilandg\u00e4nsen mindestens 20 Wochen, wird auf etwa die H\u00e4lfte reduziert. Alles in allem, ein trauriges Los, selbst wenn die G\u00e4nse nicht mehr \u201cgestopft\u201c werden.<br \/>\nMartin, Bischof von Tours, gestorben 397, so lesen wir in einem kirchlichen Text, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen Tod als M\u00e4rtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte. Er verk\u00f6rperte, hei\u00dft es da, modellhaft f\u00fcr Jahrhunderte das neue sp\u00e4tantike Priester- und Bischofsideal:&nbsp; Ein asketischer M\u00f6nch, gebildet und tatkr\u00e4ftig zugleich, f\u00fcr den Kult und Kultur der gleichen Quelle entsprangen, der lebte, was er predigte, der sich vor Christus beugte, um ihn herrschen zu lassen.<br \/>\nDie Legende erz\u00e4hlt:<br \/>\n\u201eEines Tages in einem Winter von gro\u00dfer K\u00e4lte, als Martin nichts au\u00dfer Waffen und seinen Soldatenmantel bei sich trug, begegnete er einem nackten Armen. Dieser flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen an. Doch alle liefen an dem Elenden vor\u00fcber. Da erkannte Martin, von Gott erf\u00fcllt, dass der Arme, dem die anderen keine Barmherzigkeit schenkten, f\u00fcr ihn da sei. Aber was sollte er tun? Au\u00dfer seinem Soldatenmantel hatte er ja nichts. Also nahm er sein Schwert und teilte den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil h\u00fcllte er sich wieder selbst. Etliche der Umstehenden begannen zu lachen, denn Martin sah mit dem halben Mantel k\u00fcmmerlich aus. Viele jedoch, die mehr Einsicht hatten, bedauerten sehr, dass sie nicht selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender als Martin waren und den Armen h\u00e4tten bekleiden k\u00f6nnen, ohne sich selbst eine Bl\u00f6\u00dfe zu geben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Ganslbraten, dann bitte von Freilandg\u00e4nsen Der 11.November, Martini, das Namensfest des Heiligen Martin, ist nach alter Tradition der Tag des \u201eGanslessens\u201c. Martin wurde allerdings nicht des G\u00e4nse -Essens wegen verehrt, sondern weil er das Wenige, das er besa\u00df, mit Armen teilte. 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