{"id":1103,"date":"2022-06-30T15:16:34","date_gmt":"2022-06-30T15:16:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=1103"},"modified":"2022-07-11T11:11:24","modified_gmt":"2022-07-11T11:11:24","slug":"hunger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.umsvieh.at\/?p=1103","title":{"rendered":"Hunger"},"content":{"rendered":"350 Millionen Menschen vor allem in Afrika drohen zu verhungern, weil der\nb\u00f6se Putin die f\u00fcr die Getreideausfuhr n\u00f6tigen Schwarzmeerh\u00e4fen blockiert,\nsagen Regierungen und Medien.\n\n<!-- \/wp:post-content --><!-- wp:paragraph -->\n\nEs g\u00e4be da ein einfaches Gegenmittel. Ein Viertel oder ein Drittel von\ndem Getreide und Soja, das wir jetzt im Westen an Schweine und andere Masttiere\nverf\u00fcttern den Menschen in Afrika geben. Weniger Fleisch, das kann man\nEurop\u00e4ern und Amerikanern nat\u00fcrlich nicht zumuten.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nDarum zur\u00fcck zur Ukraine. In der Ukraine wird Europa verteidigt, westliche\nWerte, Demokratie, Menschenrechte. Der Putin ist b\u00f6se. Er hat den Nawalny\neingesperrt und in gar zu vergiften versucht, und etliche andere Opponenten.\nBei uns hockt dagegen nur der Julian Assange seit zehn Jahren im Gef\u00e4ngnis,\naber der hat auch amerikanische Kriegsverbrechen aufgedeckt. Dann gibt es zwar\nnoch die Gefangenen in Guantanamo, doch das sind nicht mehr so viele. Sch\u00f6n, in\nSaudi-Arabien, Freund des Westens, wurde als Russland in die Ukraine\neinmarschierte, schnell 80 Regimegegnern der Kopf abgeschlagen. Aber\nSaudi-Arabien ist ja nicht Europa. Und Istanbul, wo ein Mann ins Konsulat ging\nund nicht mehr herauskam, au\u00dfer allenfalls zerst\u00fcckelt, geh\u00f6rt ja auch nicht\nmehr richtig zu Europa.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nJa aber der Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der erste in Europa seit Ende\ndes Zweiten Weltkriegs. Grauslich und unmenschlich, zweifellos. Da war zwar\nnoch der Angriffskrieg der NATO gegen Restjugoslawien, der zur Vertreibung von\n100.000 Serben aus dem Kosovo f\u00fchrte, ihrer seit einem Jahr 1000 angestammten\nHeimat. Doch das ist etwas anderes. Die \u00fcbrigen Angriffskriege vor allem der\nUSA im letzten Vierteljahrhundert, z.B.: Irak und so weiter waren ja nicht in\nEuropa. Lassen wir all diese Spitzfindigkeiten.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nEs steht fest Europa k\u00e4mpft in der Ukraine f\u00fcr seine Werte. Bis zum letzten\nMann, also genauer gesagt, k\u00e4mpfen m\u00fcssen die Ukraine. Europa und die USA\nschicken die Waffen. Immer mehr. Damit die Leute dort k\u00e4mpfen k\u00f6nnen,\nn\u00f6tigenfalls bis zum letzten Blutstropfen des letzten Ukrainers. Doch um\nHimmels Willen kein westlicher Blutstropfen!&nbsp;Sollten da etwa Gespenster\naus l\u00e4ngst vergangener Zeit auftauchen, Herrenrassen und unter Menschen, w\u00e4re\ndies grundfalsch. Es geht ja darum einen Atomkrieg zu verhindern. W\u00fcrden etwa\nvom westlichen Milit\u00e4r bediente Luftabwehrbatterien in ukrainischen St\u00e4dten\naufgestellt, etwa in Ternobil\/Tarnopol, Poltava, Diepro, Odessa, um den Russen\nklar zu zeigen, hier gehts nicht weiter; dann best\u00fcnde die gro\u00dfe Gefahr, dass\nPutin mit Atombomben um sich schmei\u00dft. W\u00fcrden die westlichen Gesch\u00fctze von\nUkrainern bedient, best\u00fcnde diese Gefahr wohl nicht. Ich hoffe, ich habe das\nrichtig mitgekriegt.&nbsp;\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nAu\u00dferdem tut der Westen ohne dies genug f\u00fcr die Ukraine. Er sendet Waffen.\nWir nehmen wirtschaftliche Einbu\u00dfen in Kauf, m\u00f6glicherweise m\u00fcssen wir im\nWinter frieren, wir haben Inflation, unseren kleinen Rentnern schmelzen ihre\nkleinen Sparguthaben weg etc.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nUnl\u00e4ngst waren unsere Staatenlenkerrinnen und Staatenlenker bei diversen\nKonferenzen zu sehen. Sie schauten alle ganz passabel aus, keiner der K\u00f6pfe war\nverletzt, keine Ged\u00e4rme quollen aus den Unterleibern, Arme und Beine waren\n&nbsp;auch noch alle dran. Anders schaut es in der Ukraine aus.&nbsp;\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nDass ich gerade Sch\u00e4del und Unterleib anf\u00fchren, ist eine rein private\nReminiszenz. &nbsp;Mein Vater war vor 79 Jahren gezwungen, Amius, ungef\u00e4hr an\nder Ostgrenze der Ukrainer die europ\u00e4ische Kultur, das Abendland gegen die\nanst\u00fcrmende Flut russisch-asiatischer Horden (wie die Propaganda das damals\nsagte ) zu verteidigen. Allerdings nur zwei Wochen lang. Dann riss ihm eine\nGranate die Sch\u00e4deldecke auf, seinem Kameraden den Unterleib. Mein Vater trug\nf\u00fcr den Rest des Lebens eine Narbe an der Stirn, der Kamerad starb.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nDie westliche Strategie lautet also, Waffen f\u00fcr die Ukraine. &nbsp;Das\nklingt hier auf dem Papier ganz gut, doch in der Praxis, in der Ukraine\nbedeutet es Tod, Verst\u00fcmmelung, Zerst\u00f6rung. Immer mehr Waffen, nat\u00fcrlich auf\nbeiden Seiten, immer mehr bis nichts mehr von der Ukraine \u00fcbrig bleibt.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nNoch zur\u00fcck nach Odessa. Der Hafen dort wird also angeblich von der\nrussischen Marine blockiert und ist vermint. Die russische Flotte hat sich laut\nMedien aus Sicherheitsgr\u00fcnden hundert Kilometer zur\u00fcckgezogen. Die Russen haben\nnach ihrer Angabe den Hafen von Mariopol in k\u00fcrzester Zeit entmint. Odessa ist\nzwar ein eher sensibler Ort. Er geh\u00f6rt zu dem Teil der Ukraine, den man im 19.\nJahrhundert Neurussland nannte. Im Mai 2014, als schon die eher demokratie- und\ngesetzesfern zur Macht gekommene prowestliche Regierung herrschte, gab es in\nder Stadt ein kleines Massaker. 40 oder 50 friedliche russlandfreundliche\nDemonstrantinnen und Demonstranten wurden bei lebendigem Leib verbrannt.\nDennoch, gesetzt den Fall, westliche Minenr\u00e4umboote w\u00fcrden Odessa entminen und\nGetreidefrachter den K\u00fcsten entlang ins Mittelmeer fahren, w\u00fcrde dann die russische\nFlotte wirklich auf sie schie\u00dfen?\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nMan wird uns vielleicht sagen, ihr bornierten, naiven Tiersch\u00fctzer lasst die\nWeltpolitik, k\u00fcmmert euch um eure Viecher. Genau das tun wir. Die \u00c4rmsten im\nKrieg sind die Viecher. Um Menschen k\u00fcmmert man sich allenfalls, um Tiere\nnicht. Die EU hat in der Ukraine viel moderne Tierfabriken subventioniert. Da\nist zum Beispiel ein Massenstall mit 1000 K\u00fchen. Der Strom f\u00e4llt aus, das\nPersonal ist davon gelaufen oder rekrutiert. Die K\u00fche k\u00f6nnen nicht gemolken\nwerden, sie schreien vor Schmerz mit ihren vollen Eutern, dann verdursten sie.\nEin Schweinestall mit 10.000 oder 20.000 Tieren, die L\u00fcftung f\u00e4llt aus, die\nTiere sterben qualvoll in wenigen Stunden. Niemand hat sich je um einen alten\nMenschen gek\u00fcmmert au\u00dfer sein Hund, seine Katze. Er teilt sein Essen mit seinem\nKameraden. Jetzt wo Menschen hungern, Nahrung an ein Tier verf\u00fcttern, das geht\ngar nicht. Die Volkswut wendet sich gegen ihn.\n\n<!-- \/wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->\n\nImmer mehr Waffen? Wir brauchen Frieden, keine Waffen.\n\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n\nErwin Lauppert  29.6.2022.\n\n<!-- \/wp:paragraph -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>350 Millionen Menschen vor allem in Afrika drohen zu verhungern, weil der b\u00f6se Putin die f\u00fcr die Getreideausfuhr n\u00f6tigen Schwarzmeerh\u00e4fen blockiert, sagen Regierungen und Medien. Es g\u00e4be da ein einfaches Gegenmittel. 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