Vom Schwein zum Schnitzel

Der Weg des Fleisches.  Eine Dokumentation  über  Fleischproduktion und Fleischkonsum in der  Zeitschrift Addendum  https://www.addendum.org/fleisch/
Addendum  schrieb uns:
Addendum hat am 21.1., ein Projekt zum Thema „Fleischproduktion und Fleischkonsum in Österreich“ veröffentlicht. Rund 95 Kilo Fleisch verbraucht ein Österreicher durchschnittlich im Jahr  Anm. Zu unterschiedlichen Berechnungen siehe unten), die „meatification“ ist der größte Umbruch der Ernährung, seit der Mensch sesshaft wurde. Aber selbst Fleischproduzenten sagen mittlerweile: Das ist zu viel.

Eine kurze Zusammenfassung des Projektes:

1. Wie viel Fleisch die Österreicher essen – und warum es zu viel ist
94,8 Kilogramm Fleisch verzehrt ein Österreicher aktuellen Statistiken der Agrarmarkt Austria (AMA) zufolge durchschnittlich im Jahr. Dafür wird in Österreich durchschnittlich alle neun Sekunden ein Schwein geschlachtet, knapp über eine halbe Million Tonnen „Schweinefleischanfall“, wie es im Fachjargon heißt, gab es 2017. Dazu kamen rund 680.000 geschlachtete Rinder und fast 84 Millionen Hühner. Insgesamt sinkt der Fleischkonsum leicht. Im Jahr 2000 lag der Verbrauch bei 102,6 Kilogramm.
https://www.addendum.org/fleisch/fleischkonsum-in-oesterreich/

2. Schwein gehabt
Schwein konsumieren wir längst nicht nur als Schnitzel oder Wurst, Produkte mit Inhaltsstoffen aus Schwein sind allgegenwärtig. Von der Zigarette bis zur Patrone.
https://www.addendum.org/fleisch/schwein-produkte/

3. Das Sterben der Schlachthöfe
Rund 200 Schlachthöfe gibt es in Österreich noch, wirtschaftlich haben es die Betriebe schwer. Alleine 2013 gingen fünf von 14 marktrelevanten Schlachthöfen in Insolvenz. Von den rund 1.400 Metzgereien, die es in der Bundeshauptstadt 1960 gab, sind noch etwa 130 übrig. Das sei aber absolut kein Wunder, sagt Rudolf Berghamer, Berufsgruppenobmann in der oberösterreichischen Wirtschaftskammer. „Es gibt keinen Betrieb, der so viele Kosten hat wie ein Schlachthof“, sagt er.
https://www.addendum.org/fleisch/das-sterben-der-schlachthoefe/

4. Ist Wild das bessere Bio?
Im Jahr 2017 wurden 758.000 Stück Wild geschossen, den größten Brocken machten dabei Rehe mit rund 280.000 Stück aus. Jäger müssen die vorgegebene Quote erfüllen, sonst haben sie mit einer Geldstrafe zu rechnen und können bei wiederholtem Nichteinhalten sogar ihr Revier verlieren. Als Bio lässt sich Wild kaum zertifizieren, denn bei einem wilden Tier ist nicht überprüfbar, was es gefressen hat. „Das ist lächerlich“, sagt Thomas F. Huber, der im österreichischen Vorstand der Rewe-Gruppe tätig war.
https://www.addendum.org/fleisch/ist-wild-das-bessere-bio/

5.Folgenloser Regelbruch: Grauzone Tiertransporte
Im Zuge von jährlich fast 400.000 Tiertransporten sind 360 Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen auf den Straßen der EU unterwegs, dazu kommen über eine Milliarde Stück Geflügel. Dabei werden aber lediglich jene Transporte erfasst, die einmal eine Landesgrenze überschreiten. Wie viele Tiere innerhalb Österreichs herumgeschickt werden, ist nicht bekannt. Laut aktuellsten Daten aus dem Jahr 2015 hat Österreich etwa 18 Millionen Tiere importiert und 7,8 Millionen exportiert.
https://www.addendum.org/fleisch/tiertransporte/

Redakt. Anmerkung: Die Zahlen über den Fleischkonsum je Person variieren, je nachdem, ob man Lebendgewicht der getöteten Tiere, Schlachtgewicht (Gewicht  nach Schlachtung abzgl. Kopf, Innereien und etliches mehr) oder Fleischausbeute  zugrunde legt.  Die oben genannte Menge 95 kg dürfte sich auf das Schlachtgewicht  beziehen, die von der AMA genannte Menge  von   63, 4 kg  für das Jahr 2017 auf die Fleischausbeute.

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